Kinder

Neue Eltern-Kind-Gruppe „Waldwichtel“

Ab dem 12.April 2018 startet die Eltern-Kind-Gruppe im Waldkindergarten Mamma Lupa. Wir freuen uns auf Kinder (mit Begleitperson) ab dem Laufalter bis 3 Jahre. Jeden Donnerstag von 10 – 12 Uhr spielen, singen und erleben die Kinder in und mit der Natur. Kosten sind 40 Euro pro Monat. Treffpunkt ist das Gelände vom Waldkindergarten in der Wacholderstraße 10, 82515 Wolfratshausen. Die zwei Stunden verbringen wir teilweise am Platz des Waldkindergartens und teilweise im Wald. Bitte nehmt eine kleine Brotzeit für das gemeinsame Essen mit. Ich freue mich auf euch Kleine und Große. Martina Zels

Wochenrückblick – Eine Woche in der Vorweihnachtszeit 2017

Wochenrückblick – Eine Woche in der Vorweihnachtszeit 2017

Liebe Eltern, 
unser wöchentlicher Bericht für euch! Was wir alles wieder für Abenteuer letzte Woche im Wald hatten! Viel Freude beim Lesen und Mit-Erleben! 🙂

Montag

Übers Wochenende hat es geschneit. Jetzt heißt es erst einmal Schnee schaufeln.
Gleich am Morgen sind sämtliche Schneeschaufeln und Poporutscherl im Einsatz. Bis zum Morgenkreis findet auch die Einzelbetreuung unserer I-Kinder statt. Dann finden wir uns zum Morgenkreis ein. Nach der Begrüßungsrunde („Ich bin da…“. abzählen, wer fehlt?) machen wir uns Gedanken zum baldigen Advent (=Warten auf Weihnachten) und singen schon einmal die ersten Weihnachtslieder: „Leise rieselt der Schnee“ und „Es ist uns eine Zeit angekommen“. Zum Aufwärmen „tanzen“ wir den „Hampelmann“. Danach machen wir im Bauwagen Brotzeit und besprechen den heutigen Tagesablauf. Heute zieht es uns zum Tipi-Platz. Vorsichtshalber packen wir schon einmal unsere Schneeschaufeln ein. Wie sich später herausstellt, war das eine gute Idee!!… Leider finden wir das Tipi vollkommen zerstört vor, aber wir werden nicht müde, es wieder aufzubauen. Weil es heute allerdings unter den Kindern besonders häufig „kracht“, kehren wir schon bald wieder zum Platz zurück. Dort wärmen wir uns erst einmal im Bauwagen auf. Auf Wunsch lesen wir noch einmal das Märchen „Sterntaler“ und spielen es mit ein paar Freiwilligen nach. Dann ist es schon wieder Zeit zum Winken…

Dienstag

Heute ist unser „Feuertag“. Da dreht sich (fast) alles ums Feuer. Gleich früh am Morgen packen wir die restlichen Kartoffeln vom Kartoffelklaubn in Alufolie ein. Die etwas verfroreneren Kinder schneiden Sterne im Bauwagen. Im Morgenkreis ergibt sich ein Gespräch rund ums Feuer: ausgehend von der heutigen Kälte – zur wohligen Wärme – Feuer – Wärme- und Lichtspender in früheren Zeiten – auch heute noch Feuer in Heizungen, u.v.m.  Wir überlegen schon einmal, wie Feuer aussieht und wie es sich anfühlt. Und da gibt es auch noch Berufe, die mit Feuer zu tun haben: den Schornsteinfeger und den Feuerwehrmann… Zum Aufwärmen spielen wir wieder den „Hampelmann“. Dann besprechen wir den Tagesablauf. Auch heute nehmen wir wieder unsere  Brotzeit im Bauwagen ein. Wir zählen kurz durch und teilen uns in 2 Gruppen auf. Die größeren „Füchse“ gehen zum EDEKA einkaufen. Wir brauchen Butter/Margarine für unsere Folienkartoffeln. Außerdem lohnt es sich wieder, unsere im Wald gesammelten Pfandflaschen zurück zu geben. Es sind immerhin über 2 €!!! Die Anderen sammeln unterdessen diverses Brennmaterial für unsere Brennversuche und sortieren dieses schon einmal vor. Bei der Rückkehr brennt unser Feuer schon ganz munter. Wer mag, lauscht erst einmal der BB-Geschichte „Ginger“. Andere richten schnell Tische und Stühle für unser köstliches Mahl, dann lassen wir uns die Kartoffeln schmecken. Hmmm, sind die lecker!! In der Zwischenzeit ist auch das Lagerfeuer wieder soweit zurück gebrannt, dass wir mit unseren Brennversuchen starten können. Das ist ja hochinteressant. Wir testen alles, was wir gefunden haben; von Maiskolben, Zapfen, Zweigen, Steinen, Blättern über Papier/Pappe, Nägel/Alu, Butter, Sand und Wasser, – und sind immer wieder überrascht. Die Testergebnisse halten wir vorerst einmal in einer Liste fest. … und dann ist es auch schon wieder so weit… Wir singen das Flammenlied und winken uns zum Abschied zu….

dezember1

Mittwoch

Heute beginnen wir ruhig mit Kneten und Malen im Bauwagen. Den Morgenkreis (draußen) gestalten wir recht kurz, damit wir wieder in Bewegung kommen. Nach unserem „Ich bin da…“ zählen wir ab, rechnen aus, wie viele Kinder fehlen und überlegen, wer das wohl ist. Wir gehen den langen Weg zum Piratenplatz. Dort machen wir erst einmal Brotzeit. Danach finden sich die Kinder zum gemeinsamen Lagerbau und intensiven Rollenspiel an der großen gefällten Fichte. Es wird aber auch geschnitzt, auf den mitgebrachten Seilen geschaukelt, gesägt und geklettert. Schließlich sammeln wir noch Daxn für unsere Spirale ein und kehren damit zum Bauwagen zurück. Auf Wunsch der Kinder wiederholen wir aus dem Stegreif noch einmal die Geschichte von der Laterne Lumina. Dann bleibt nur noch Zeit zum Winken…

dezember2

dezember3

Donnerstag

Weil es in der Nacht geschneit hat, holen wir die Schneeschaufeln raus, räumen erst einmal die Wege, etc. frei und bauen einen Schneemann! Die Kinder sind so vom Schnee begeistert, dass es eine Weile dauert, bis wir uns alle zum Morgenkreis versammelt haben… Nach unserem Begrüßungsritual besprechen wir unsere Schneeregeln und singen spontan Schneelieder: „Schneeflöckchen, Weißröckchen…“,“Leise rieselt der Schnee…“ und „A,B,C, die Katze lief im Schnee…“. Dann brechen wir alle Richtung Spielplatz auf. Dort machen wir erst einmal ausgiebig Brotzeit. Anschließend wird wie immer viel geschaukelt, gewippt, im Sand und natürlich Schnee gespielt. Nachdem wir ausgiebig im Schnee getollt sind machen wir uns müde aber glücklich auf den Rückweg. Am Bauwagen angekommen verabschieden wir uns noch und winken uns. Bis morgen!

dezember4

Freitag

Die Kinder erzählen schon in der Früh von ihren Adventskalendern und zeigen stolz kleine Schätze umher. Obwohl der Schnee leider weniger geworden ist, wird eifrig am kleinen Hügel mit den Schlitten gerutscht, sogar eine kleine Schanze wird gebaut!
Der Morgenkreis ist heute ganz besonders: Justus kommt vorbei und wir machen unseren Musikkreis heute gemeinsam mit unserem Adventsgärtlein. Die goldene Nuss wird heute von Alexander gezogen, er darf mit Fabian die Kerze in der Mitte entzünden und in das Gärtlein stellen. Dazu begleitet uns Justus musikalisch und wir singen gemeinsam weihnachtliche Lieder. Als Tausch für die Nuss gibt es eine kleine „Schutengel-Karte“ für Alexander. Zur gemeinsamen Brotzeit im Bauwagen staunen die Kindern nicht schlecht: Über Nacht waren die Engel im Bauwagen und haben ihn festlich geschmückt! Wie wunderbar das aussieht! Sogar eine Krippe ist in der Ecke. Nach langem betrachten finden wir uns bei Kerzenschein zur Brotzeit. Dazu hören wir den ersten Teil von dem Buch „Marias kleiner Esel“, welche uns den Advent über begleiten wird.
Gut gestärkt brechen wir anschließend zum Tipi-Platz auf. Dort wird geschnitzt, Waldschaukeln gebaut und noch ein paar Schneekugeln mit dem letzten Rest vom Schnee gerollt.
Da das Spielen so eine Freude heute macht, bleiben wir so lange wie möglich dort, am Bauwagenplatz wieder angekommen bleibt nur noch kurz Zeit uns zu verabschieden.

dezember5

Wochenrückblick – Eine Woche im Oktober 2017

Wochenrückblick – Eine Woche im Oktober 2017

Liebe Eltern,

unser wöchentlicher Bericht für euch! Was wir alles wieder für Abenteuer letzte Woche im Wald hatten! Viel Freude beim Lesen und Mit-Erleben! 🙂

Montag

Zum Wochenstart gibt es wieder eine ganze Menge zu tun: Wir bohren Kastanien, etc. für unsere Herbstketten, schleifen an unseren Holzlaternen, knacken die von einem Kind mitgebrachten Walnüsse oder spielen im Sandkasten. Im Morgenkreis zeigt uns Barbara ihre Schätze vom Flohmarktbesuch am Wochenende. Als da wären: ein Häuptlingsfederschmuck (für unsere Geburtstagskinder) und Zimbeln. Ersteren müssen wir natürlich alle erst einmal an -, zweitere ausprobieren. Wir lauschen also (mit geschlossenen Augen) ihrem hellen, zarten Klang. Aber wir hören leider auch ein anderes Geräusch – ein lautes Motorengeräusch, gefolgt von einem lauten Knacken. Immer und immer wieder. … und jedesmal fällt kurz danach ein Baum um; einer nach dem anderen – alles life, besser wie Kino. Die Baumfällarbeiten sind schon ganz nah. Und weil wir schon beim Erklären und Testen sind/waren, besprechen wir auch gleich noch das ausgeliehene Werkzeug, den Schraubstock + die Schraubzwingen. …und dann sind wir bereit für unser Begrüßungslied „Ich bin da…“ Wir zählen ab und überlegen, wer fehlt. Zur Stärkung gibt es noch eine Runde Esskastanien, bevor wir uns auf den Weg zum Spielplatz machen. Der Wald ist heute zu unsicher! Dort angekommen, genießen wir erst einmal das lange Freispiel! Die Vorschulkinder brechen wieder etwas früher auf. Sie probieren gleich das neue Werkzeug aus und schleifen und feilen ihre Laternenböden zurecht. Im Abschlusskreis reicht die Zeit für ein paar neue Strophen, bis wir fröhlich winkend den KiGa-Tag beenden.

oktober1

Dienstag

Auch heute Morgen herrscht ein emsiges Treiben am Platz (siehe Montag). Die Baumfällarbeiten sind nun praktisch vor unserer Tür. Deshalb halten wir unseren Morgenkreis nur ganz kurz ab. Abzählen – wer fehlt? Kurze demokratische Abstimmung, wohin wir heute ziehen. Mit 6:5 Stimmen entscheiden wir uns für den Spielplatz. Nach der Brotzeit bieten wir zusätzlich noch Bohren und Herbstkettenfädeln an, und im Sandkasten finden sich die Kinder zum „Fuchsfallenbau“. Auch heute kehren die Vorschulkinder etwas früher zum Bauwagen zurück, um die „Überraschung“ weiter zu entwickeln. Außerdem wird der letzte Laternenboden fertig. Im Abschlusskreis reicht es noch für eine kurze Besprechung des morgigen Ausflugs und zum Winken. Nach dem Mittagsessen sind dann plötzlich die Baumfäller direkt vor unserem Tor zu Gange. Wir fragen nach, ob sie uns nicht ein paar Baumscheiben abschneiden könnten. Und tatsächlich – sie tun uns den Gefallen!

oktober2      oktober3

Mittwoch

Heute ist ein spannender Tag: Wir fahren mit der S-Bahn! Und nicht nur das! Wir fahren zum Pizza-Backen/-Essen in eine Gastwirtschaft von der wir eingeladen wurden. Wir treffen uns also bereits um 8 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Sobald wir alle komplett sind, marschieren wir gemeinsam zum Bahnhof. Doch welch Überraschung! Kurz bevor wir ankommen, fährt gerade eine S-Bahn Richtung München ab. Mit Verspätung, wie wir gleich erfahren werden. Dann heißt es warten. Die planmäßige Abfahrt (8.44 Uhr) verschiebt sich immer weiter, bis der Zug letztendlich komplett entfällt. Wenigstens haben wir uns im Abteil einen guten Platz gesichert und machen jetzt erst einmal Brotzeit. Um 9.24 Uhr fahren wir endlich ab. S-Bahn-Fahren ist ganz schön spannend!! Was es da so alles zu entdecken gibt! Als wir schließlich an der Gaststätte angekommen sind, werden wir schon freudig erwartet und bekommen alles ganz genau gezeigt. Auch die beiden Schweinchen. Wir schauen ihnen beim Füttern zu. Sind die niedlich!!! Der Wirt hat schon jede Menge Pizzateig vorbereitet. Kurzerhand wird ein großer Tisch zur „Backstube“ umfunktioniert… Jedes Kind darf seine eigene Pizza ausrollen und belegen. Parallel dazu decken wir schon einmal die Esstische. Dann geht alles ganz schnell. Innerhalb kürzester Zeit sind alle Pizzen fertig. Hmmm… sind die aber lecker geworden!! Am Ende sind alle satt und es ist noch Einiges zum Mitnehmen übrig geblieben. Schließlich heißt es wieder Abschied nehmen. Wir bedanken uns noch einmal und marschieren zur Haltestelle zurück. Diesmal ist die S-Bahn pünktlich und so nach und nach löst sich die Gruppe am Bahnhof in WOR, bzw. am Spielplatz wieder auf. Schön war’s!

oktober4

Donnerstag

Gleich am Morgen wird unser erstes Laternen-Holzgestell fertig (- wg. Materialproblemen mit etwas Verzögerung). Außerdem hatten die Kinder Lust, weiter für die Herbstketten zu bohren oder zu malen. Dann erreicht uns die Mitteilung, der Musikkreis muss heute leider entfallen. Also beschließen wir, uns mit Bewegungsspielen erst einmal wieder aufzuwärmen. Heute Morgen ist es richtig frisch!! Nach dem Begrüßungsritual spielen wir also erst einmal 1,2,3, im Sauseschritt… und ein paar Runden „Katz und Maus“. Und weil für heute noch einmal richtig gutes Wetter angesagt ist, wagen wir den Marsch zum „Isarbank-Platz“. Mal sehen, ob sich das Ufer in der Zwischenzeit wieder verändert hat… Wir sind auch ganz gespannt, wie unsere „alten“ Wege jetzt nach der großen Baumfällaktion aussehen… Schließlich am Isarbankplatz angekommen, wiederholen wir nach der Brotzeit (nicht nur für die neuen Kinder!) erst einmal die Regeln und das Gelände. Dann geht es ans Lagerbauen, Steine werfen, Damm bauen, Blätter treiben lassen u.u.u. – und wer mag, kann Blätter-malen (Durchreibetechnik). Wir genießen diesen wunderschönen Herbsttag. So reicht es im Abschlusskreis nur noch für ein paar (neue) Strophen, bevor wir uns zum Gehen zuwinken…

Freitag

In der Früh haben wir uns, inspiriert von den schönen Farben am Morgen um uns, ans Malen gemacht! Die Papiere wurden mit enthusiastischen Pinselstrichen in Kunstwerke über den bunten Herbst verwandelt. Den Morgenkreis halten wir heute kurz: Wir zählen, wer da ist, wer fehlt und stimmen dann demokratisch ab, wo es heute hingehen soll. Da es verspricht ein wunderschöner, warmer Herbsttag zu werden, fällt die Wahl auf den Isar-Tipi-Platz. Konstantin zieht mit den Vorschulkindern gleich los, sie wollen eine größere Runde laufen, zur Brotzeit treffen wir uns alle gemeinsam am Ziel. Der Rest schultert dann ebenfalls die Rucksäcke und es geht in herrlichem Sonnenschein los. Der lange Weg vergeht sehr schnell, unterwegs werden lustige Sing- und Fangspiele gespielt. Am Ziel angekommen warten die Vorschulfüchse schon auf uns! Wir essen gemeinsam, und dann geht es schon ins aufregende Spiel an den Isarauen. Nachdem noch einmal die wichtigsten Regeln für das Spiel am Wasser besprochen wurden, verwandeln sich die Kinder in Matschmonster und Isargohlem-Knochensucher! Wie angenehm der Matsch an den Fingern ist. Und die besten Spuren entdeckt man auch in nassem Lehm. Von wem sie wohl sind? Die Vorschulkinder finden mit Konstantin einen Ast, der von einem Biber abgenagt wurde! Trotz der vielen spannenden Entdeckungen (und gefühlten 3000 Steinen, die wir in der Isar versenkt haben) müssen wir leider gegen Mittag wieder los ziehen. Auf dem Rückweg werden wieder spannende Geschichten von Konstantin erzählt, so vergeht auch der Rückweg wie im Flug. Am Platz wieder angekommen winken wir uns noch zum Abschied und verabschieden uns ins Wochenende.

oktober5

oktober6    oktober7

oktober8

Wochenrückblick – Eine Woche im September 2017

Wochenrückblick – Eine Woche im September 2017

Liebe Eltern,

unser wöchentlicher Bericht für euch! Was wir alles wieder für Abenteuer letzte Woche im Wald hatten! Viel Freude beim Lesen und Mit-Erleben! 🙂

Montag 

Nach dem Wochenende starten wir erst einmal ruhig in die neue Woche mit freiem Malen und Basteln im Bauwagen. …und mit Geschichten-Lesen zum entspannten Ankommen. Weil es jetzt morgens schon ziemlich kalt ist, lernen wir im Morgenkreis ein neues Begrüßungs-/ Bewegungslied „Hallo, schön, dass du da bist!“ Wir zählen ab und stellen fest, dass wir heute zum ersten Mal komplett sind. Es ist Herbst, -Erntezeit. Mit einem KIM-Spiel erfühlen wir das erste Obst verdeckt in einem Körbchen, – einen Apfel. Während wir beim Aufschneiden den „Apfelstern“ mit den 5 „Stübchen“ und die braunen Kerne darin entdecken, singen wir das Lied „In einem kleinen Apfel“. …und natürlich gibt es dann auch noch eine Kostprobe für unseren Geschmackssinn. Hmmm, lecker. So gestärkt machen wir uns auf zum Piratenplatz. Bis alle Kinder ihre Brotzeit ausgepackt haben, lernen wir ein neues Fingerspiel „5 Freunde heben einen Apfel auf“ und lassen unsere „10 Zappelmänner“ zappeln. Während die „Eichhörnchen“ sägen, malen, klettern, lesen, bauen, usw. arbeiten die Vorschulkinder zum ersten Mal an ihren Holzlaternen. Sie sägen ihre Stäbchen zu und beginnen die Enden glatt zu schleifen. Im Schlusskreis fallen uns noch 2 andere Fingerspiele ein: „5 Freunde sind in den Wald gegangen“ und „Die Mäusefamilie“ Mit dem Abschiedslied „Alle Leut‘ geh’n jetzt nach Haus’…“ beenden wir den Tag.

september1

september2

Dienstag

Mit Basteln, Malen und einer Runde „Kuh & Co.“ überbrücken wir erst einmal die herbstlich-kalten Morgentemperaturen im Bauwagen. Die Abgehärteteren von uns zieht es bis zum Morgenkreis in den Sandkasten. Bei unserem „Hallo, schön, dass du da bist!“ (mit Bewegung!!) wird uns schon etwas wärmer. Dann wird’s international, denn die älteren Kinder erinnern sich an unser mehrsprachiges „Guten Morgen,…wir winken uns zu“. …und heute können wir unser Repertoir noch um Chinesisch und Kroatisch erweitern!! Nach dem Abzählen powern wir uns dann noch einmal beim beliebten „Feuer, Wasser, Blitz“ aus und feiern Max‘ Geburtstag nach. Mit den mitgebrachten Muffins stärken wir uns für den Weg zum Spielplatz. Während wir gemeinsam Brotzeit machen, fällt uns doch buchstäblich ein Hornissenpärchen vom Himmel und zwar mitten auf die Decke. Ganz schön groß, diese Brummer!!! Nachdem wir dann alle satt sind, entdecken die Kinder heute ganz intensiv die Wippen und Rutschen für sich. Wer es lieber ruhiger mag, kann sich aber auch am Vorlesen, Memory-Spielen und Laternenstäbchen-Schleifen beteiligen. Kurz vor dem Gehen sorgt Linus‘ unglücklicher Ausrutscher an der Federwippe leider noch für Aufregung. Das hat weh getan!! Wir bauen unseren Bollerwagen kurzerhand in einen „Krankentransportwagen“ um, da ist der Schmerz nur noch halb so groß… zumindest bis die Mama kommt! Mit dem Rest der Kinder spielen wir bis zum Abholen noch eine Runde „Musikkater“ und singen zum Abschied unser „Alle Leut geh’n jetzt nach Haus'“.

september3

september4

Mittwoch 

Herbstzeit – Erntezeit. Wir ernten die Pfefferminze im Hochbeet und am Platz. Außerdem den ersten Maiskolben. Alternativ wird im Bauwagen gepuzzelt. Wegen der Kälte bauen wir im Morgenkreis immer wieder viel Bewegung mit ein. „Hallo, schön, dass du da bist!“, „Mein rechter Platz“ und „Feuer, Wasser, Blitz“ im Wechsel mit dem Erkunden unserer Ernte mit den Sinnen. Wir erkennen die Pfefferminze am Geruch, erraten den Mais mit den Händen (oder war’s vielleicht doch ein Regenschirm im Korb?) und staunen über 18 Schutzblätter, die den Maiskolben schützen. Nach der Brotzeit teilen wir uns wieder auf. Die Vorschul-Füchse gehen Einkaufen, schneiden und schnippeln Gemüse für Rohkost und Kräutermargarine, entzünden ein Lagerfeuer und richten die Tische her. Die Eichhörnchen wandern derweil zum Piratenplatz zum Klettern und „Abseilen“. Die aus dem Seil gebaute Schaukel macht den Kindern besonders viel Spaß! Wer’s lieber noch etwas ruhiger mag, findet sich beim Vorlesen ein. Dann lassen wir es uns so richtig schmecken. Die über dem Feuer gegrillten Maiskolben schmecken richtig lecker. Ein dickes Lob an unsere Köche!

september5

Donnerstag

Auch heute gibt es am Morgen viel zu tun: Pfefferminze ernten, – zu Kräuterbuschen binden (Knoten lernen) und aufhängen; andere schleifen weiter an ihren Laternenstäbchen oder bauen im Sand. Der Musikkreis wird auf morgen verschoben. Darum beginnen wir ganz normal mit unserer Begrüßungsrunde: „Ich bin da…“, abzählen, ausrechnen, wer fehlt? Auch heute gibt es wieder ein KIM-Rätsel. Was befindet sich heute im Topf? Mal hören und fühlen… Es sind die Maiskörner vom gestrigen Einkauf. Daraus ergibt sich praktisch schon unser Tagesablauf. Die Füchse gehen heute auf Erkundung zum nahe gelegenen Maisfeld. Nach der Brotzeit auf der Wiese lesen wir das indianische Märchen: Die Maismutter. Danach wollen wir wissen, wie hoch so eine Pflanze wird. 2,70 m. Das entspricht 2 1/2 Kindern. Wir stellen fest, dass so ein Maisfeld riesig ist, fast wie ein Labyrinth. Darin könnte man sich fast verlaufen. Doch hierfür finden die Kinder eine Lösung. Mit abgepulten (Feinmotorik!!) Körnern legen sie eine Spur und es funktioniert!! Auf dem Rückweg sammeln wir noch herbstliche Blätter, etc. aus denen wir ein Herbstmandala in die Kreismitte legen. Aber das Beste heben wir uns bis zum Schluss auf. Wir machen Popcorn!! 1 großen Topf voll Popcorn. Ist das eine Gaudi, wenn das Popcorn gegen den Deckel springt!! Unterdessen waren die Eichhörnchen am Piratenplatz und erlebten dort ihre eigenen Abenteuer am selbst gebauten „Lagerfeuer“, beim Klettern und Schaukeln, … Lesestoff gibt’s auch. Das „Ponybuch“ hat es den Kindern besonders angetan! Zurück am Platz müssen wir uns natürlich gegenseitig vom Erlebten erzählen. War das ein spannender Tag. Und die folgende Popcornrunde ist der krönende Abschluss. Mmmmm, lecker!!!

september6

Freitag

Barbara hat eine alte Handkaffeemühle mitgebracht. Mit ihr mahlen wir die Maiskörner zu Mehl. Das ist ganz schön anstrengend, macht den Kindern aber richtig Spaß und das Ergebnis fällt mager aus. Gut, dass wir noch Polentagrieß gekauft haben. Damit kochen wir gleich am Morgen einen dicken Brei und lassen ihn erst einmal am Blech aushärten. Dann ist Justus auch schon da und lädt zum Musikkreis ein. Er hat ein paar neue Ernte- und Herbstlieder mitgebracht, u.a. „Danke, lieber Wald!“ Im Anschluss zählen wir nur noch kurz ab und überlegen, wie jeden Tag, wer fehlt. Auch heute zieht es uns zum Piratenplatz. Die alte Kaffeemühle nehmen wir einfach mit… Eine kleine Gruppe, hauptsächlich Vorschulkinder geht dann mit Konstantin schon früher zurück und bereitet die Tische, etc. vor, während er die Grießschnitten herausbäckt. Der Rest kommt nach einem langen Freispiel nach und hilft noch mit. Wir wiederholen für die Eichhörnchen noch einmal die Geschichte von der Maismutter. Danach probieren wir alle gemeinsam die Maisschnitten. Wer will, ergänzt sie mit unserer im Sommer zubereiteten Löwenzahnmarmelade. Das schmeckt!“ Und dann ist es auch schon wieder Zeit zum Winken, denn die Mamas sind schon da. Kinder, wie die Zeit vergeht!!!

september7

Waldkindergarten: Infotag am 08.02.2018

Waldkindergarten: Infotag am 08.02.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Waldkindergarten stellt sich vor. Für alle Eltern, die an einem Kindergartenplatz interessiert sind, veranstalten wir einen Infotag.

Datum: Donnerstag, 08.02.2018
Zeit: 15:00–17:00 Uhr
Ort: Wacholderstraße, 82515 Wolfratshausen

Ablauf:
15:00–15:30 Uhr: Besichtigung des Waldwagens
15:30–16:00 Uhr: Mamma Lupa e. V., pädagogisches Team und Elternbeirat stellen sich vor
16:00–16:30 Uhr: Fragen und Antworten in großer Runde
16:30–17:00 Uhr: Einzelgespräche

Mehr Informationen zu unserem Leitbild und pädagogischem Konzept unter www.mammalupa.org/waldkindergarten.

Wer bereits jetzt Interesse an einem Platz anmelden möchte, fülle bitte das Anmeldeformular auf unserer Website unter oben genannter Adresse aus und schicke es uns.

Bitte teilen Sie diese Einladung mit Eltern, die ebenfalls Interesse haben könnten, danke!

Wichtige organisatorische Hinweise:

  • Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung an: team@mammalupa.org
  • Bitte nicht in der Wacholderstraße parken, da diese eine enge Sackgasse ist. Für Fährräder haben wir reichlich Platz auf unserem Gelände! Vielen Dank.
  • Gerne können Sie Ihre Kinder mitbringen. Sie können in Ihrer Sichtweite auf dem Gelände vor dem Waldwagen spielen.  Bitte beachten Sie, dass wir an diesem Tag keine Kinderbetreuung anbieten. Bitte kleiden Sie sich warm und Ihre Kinder auch mit wasserundurchlässiger Kleidung. Die Veranstaltung findet im Freien statt.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Kinder kennen zu lernen!

Claudia Kallen
(Vorstand Mamma Lupa e. V.)

Lust auf ein Freiwilliges Soziales Jahr im Waldkindergarten?

Lust auf ein Freiwilliges Soziales Jahr im Waldkindergarten?

Hast Du Lust auf ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Waldkindergarten?

Der Mamma Lupa Waldkindergarten in Wolfratshausen sucht ab September 2017 eine tatkräftige und verantwortungsvolle Schulabgängerin bzw. einen Schulabgänger für ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Wenn Du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit unserem Waldteam eine lustige Horde Kinder bei Wind und Wetter in die Isarauen zu begleiten, dann melde Dich bei uns. Kontaktdaten: siehe unten.

Unser Waldkindergarten liegt am Stadtrand von Wolfratshausen. Der Weg zum S-Bahnhof ist mit dem Fahrrad in ca. 5 Minuten und zu Fuß in ca. 15 Minuten zu machen.

Mehr Informationen über den Waldkindergarten oder zum Verein Mamma Lupa hier und auf Facebook. Oder ruf uns einfach an.

Wir freuen uns darauf von Dir zu hören!

Claudia Kallen
Vorsitzende Mamma Lupa e.V.

Tel: 08171-4282765
Fax:08171-42827659
team@mammalupa.org

www.mammalupa.org/waldkindergarten
www.facebook.com/mammalupa.org/

 

Waldkindergarten: Anmelde- und Infotag am 16.02.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Mamma Lupa Waldkindergarten stellt sich vor! Für alle Eltern, die an einem Kindergartenplatz interessiert sind, veranstalten wir einen Informations- und Anmeldetag.

Datum: Donnerstag, 16.02.2017
Zeit: 15:00 Uhr – 17:00 Uhr
Ort: Mamma Lupa Waldkindergarten, Wacholderstraße, 82515 Wolfratshausen

Ablauf:
15:00 – 15:30 Uhr: Besichtigung des Waldwagens
15:30 – 16:00 Uhr: Träger und pädagogisches Team stellen sich und ihre Arbeit vor
16:00 – 16:30 Uhr:  Fragen und Antworten
16:30 – 17:00 Uhr: Anmeldung und Einzelgespräche

Mehr Informationen zu unserem Leitbild und unserem pädagogisches Konzept unter www.mammalupa.org/waldkindergarten.

Wichtige organisatorische Hinweise:

  • Bitte melden Sie sich zur Veranstaltung an: team@mammalupa.org
  • Sollten Sie mit dem Auto kommen, bitten wir Sie, nur auf den Parkplätzen rund um den Nantweiner Friedhof zu parken, da die Wacholderstraße eine enge Sackgasse ist. Für Fährräder haben wir reichlich Platz auf unserem Gelände! Vielen Dank.
  • Gerne können Sie Ihre Kinder mitbringen. Sie können in Ihrer Sichtweite auf dem Gelände vor dem Waldwagen spielen.  Bitte beachten Sie, dass wir an diesem Tag keine Kinderbetreuung anbieten. Bitte bekleiden Sie sich warm und Ihre Kinder auch mit wasserundurchlässiger Kleidung. Die Veranstaltung findet im Freien statt.

Wer bereits jetzt Interesse an einem Platz im Mamma Lupa Waldkindergarten anmelden möchte, fülle bitte unser Anmeldeformular aus und schicke es uns. Wir nehmen dann Kontakt mit Ihnen auf.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Kinder kennen zu lernen!

Das Team vom Mamma Lupa Waldkindergarten

Erzieherin/Erzieher (Vollzeit) für Waldkindergarten in Wolfratshausen gesucht

Erzieherin/Erzieher (Vollzeit) für Waldkindergarten in Wolfratshausen gesucht

  • Du „brennst“ für die Waldpädagogik
  • Du bist gerne bei Wind und Wetter draußen in der Natur
  • Du bist staatlich anerkannte(r) Erzieherin/Erzieher
  • Du kannst kommunizieren und hast Führungsqualitäten
  • Du siehst Deine Arbeit als Kunst, mit der Du einen Unterschied machen willst
  • Du arbeitest gerne mit Kindern und anderen Menschen zusammen

Treffen diese Aussagen auf Dich zu? Dann würden wir Dich gerne kennenlernen.

„Neuer Raum für ein anderes Wolfratshausen“: So lautet das Motto unseres gemeinnützigen Vereins Mamma Lupa e. V. Im Jahr 2015 haben wir im Einklang mit diesem Motto den ersten Wolfratshauser Waldkindergarten ins Leben gerufen. Unser Team hat sich zusammengetan, um zunächst 18 Kindern ein Aufwachsen in Verbundenheit nicht nur mit anderen Kindern sondern auch mit der Natur zu ermöglichen.

Ab September 2016 werden wir mehr Kinder und damit einen höheren Betreuungsschlüssel haben. Deshalb suchen wir Verstärkung für unser Waldteam. Als Erzieherin bzw. Erzieher hättest Du vor allem diese Aufgaben/Verantwortlichkeiten:

  • Täglich mit der Gruppe draußen in der Natur sein
  • Als zentraler Ansprechpartner mit Eltern und Orgateam/Vorstand kommunizieren
  • Unser waldpädagogisches Konzept weiterentwickeln helfen
  • Angebote für die Kinder vorbereiten und umsetzen
  • Das Waldteam koordinieren
  • Entwicklungsgespräche mit den Eltern führen

Kannst Du Dir vorstellen, Deine Arbeitskraft im Mamma Lupa Waldkindergarten einzubringen? Dann nimm bitte Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns darauf, von Dir zu hören.

Lust auf ein Freiwilliges Soziales Jahr im Waldkindergarten?

Hast Du Lust auf ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Waldkindergarten?

Der Mamma Lupa Waldkindergarten in Wolfratshausen sucht ab September 2016 einen tatkräftigen und verantwortungsvollen Schulabgänger für ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Wenn Du Dir vorstellen kannst, gemeinsam mit unserem Waldteam eine lustige Horde Kinder bei Wind und Wetter in die Isarauen zu begleiten, dann melde Dich bei uns (Kontaktdaten: siehe unten)!

Schnuppertage sind bereits in den Osterferien möglich!

Unser Waldkindergarten liegt am Stadtrand von Wolfratshausen. Der Weg zum S-Bahnhof ist mit dem Fahrrad in ca. 5 Minuten und zu Fuß in ca. 15 Minuten zu machen.

Mehr Informationen über den Waldkindergarten oder zum Verein Mamma Lupa hier und auf Facebook. Oder ruf uns einfach an.

Wir freuen uns darauf von Dir zu hören!

Claudia Kallen
Vorsitzende Mamma Lupa e.V.

Tel: 08171-4282765
Fax:08171-42827659
team@mammalupa.org

 

Rede von Claudia Kallen zur Eröffnungsfeier Waldkindergarten

Liebe kleine und liebe große Gäste, es ist schön Euch alle hier begrüßen zu dürfen!

Ich bin Claudia Kallen vom Verein Mamma Lupa. Unser Verein hat den ersten Waldkindergarten in Wolfratshausen ins Leben gerufen. Unsere Parole: „Ein Waldkindergarten für Wolfratshausen“ ist wahr geworden!

Ja, wir haben heute eingeladen, um das mit Ihnen zu feiern. Wir wollen uns außerdem bei den vielen Menschen bedanken, die uns unterstützt haben.

Ich möchte deshalb von der Gründungsgeschichte und von den Menschen erzählen, die uns geholfen haben.

An einem dunklen Novemberabend vor fast einem Jahr hatten mein Mann und ich am Küchentisch eine lange Diskussion darüber, in welchen Kindergarten unser Sohn wohl gehen solle. Konstantin war bereits seit zwei Jahren in einer Waldspielgruppe – und fand das super! Es war klar, dass unser Traum-Kinderkarten ein Waldkindergarten wäre, aber unbedingt in Wolfratshausen. Warum? Es war uns nicht nur persönlich praktischer und aus ökologischer Sicht wichtig. Wir vom Verein Mamma Lupa sind der Auffassung, dass die Kraft der Veränderung in der Begegnung vor Ort liegt, dass wir Bürger lokale Räume schaffen können und müssen, aus denen heraus wir uns gemeinsam den Herausforderungen unserer Zeit stellen können. Deshalb lautet unser Vereinsmotto: Neuer Raum für ein anderes Wolfratshausen.

Am Ende des Abends stand der Entschluss, dass der nächste neue Raum von Mamma Lupa in Wolfratshausen ein Waldkindergarten sein muss. Auch die anderen Vorstands- und Vereinsmitglieder waren sofort überzeugt. Ist ein Waldkindergarten doch ganz klar ein neuer Raum, mit dem man sich wichtigen Herausforderungen unserer Zeit stellt, wie z. B. der Entfremdung von und die Ausbeutung der Natur, dem Bewegungsmangel, der Verhäuslichung, der Reizüberflutung und der sogenannten „Verinselung“ des Lebens unserer Kinder. Mit der Parole „Ein Waldkindergarten für Wolfratshausen!“ legten wir los.

Jetzt hieß es Ärmel hochkrempeln und herausfinden: Waldkindergarten gründen – wie geht das? Viele Gespräche mit Menschen, die sich auskennen, folgten, wie z. B. mit dem Bayrischen Landesverband der Waldkindergärten und mit der Fachberaterin des Jugendamts, Frau Deger. Wir hatten außerdem das große Glück auf Toni Durchner aus Wolfratshausen zu treffen. Toni berät mit seiner Kita Consult Kindergärten und hat schon einige Waldkindergärten erfolgreich begleitet. Und noch heute schätzen wir uns glücklich, dass Toni uns durch den manchmal verwirrenden Paragraphendschungel führt, mit dem man unweigerlich zu tun hat. Danke Dir, Toni!

Sehr wichtig für uns war und ist auch der Kontakt zu Eltern und Erzieherinnen aus benachbarten Waldkindergärten. So durften wir etwa im Ammerländer Waldkindergarten hospitieren und die Erzieherin Bettina Cagliari stand uns stets mit Rat zur Seite. Auch unsere Freundin Monika Weinert-Achermann, die Vorstand im Ammerländer Waldkindergarten ist, hat uns mit unendlich viel Informationen und Material weitergeholfen und immer angefeuert. Vielen Dank an Euch für so viel Hilfsbereitschaft und Kollegialität!

So gerüstet fühlten wir uns im Dezember 2014 bereit, uns an die Eltern zu wenden. Rasch gelang es uns über Mundpropaganda, Infoveranstaltungen und die sozialen Netzwerke eine engagierte Elternschaft um uns zu scharen. Für uns natürlich eine sehr wichtige Motivation, an der Stange zu bleiben, denn ohne Waldkinder kein Waldkindergarten.

Viele Eltern waren schon sehr früh – also im Januar/Februar 2015 – bereit, sich auf das Abenteuer Waldkindergarten einzulassen, und das auch noch als Neugründung. Neben der Waldpädagogik war sicher auch ein Grund, dass wir von Anfang an ein pädagogisches Kernteam hatten. Drei wunderbare Menschen waren bereit unsere Kinder in den Wald zu begleiten: unser heutiges Waldteam Ute Grötzner, Heike Kirsch und Tom Kessler. Gemeinsam mit ihnen entwickelten wir ein pädagogisches Kurzkonzept. Sie stellten es auf unseren Infoveranstaltungen vor. Ihre persönlichen Ausstrahlung, ihren einfühlende pädagogische Haltung und ihren Erfahrungen gaben uns Eltern viel Sicherheit. Später kam noch Konstantin Gnatz hinzu, worüber wir uns sehr freuen. Danke an Euch für Eure Unterstützung von Anfang an und Euren leidenschaftlichen Einsatz jetzt.

Ein großes Pfund ist sicherlich auch dieser wunderschöne, oft sonnenüberflutete Platz am Rande des Naturschutzgebietes. Hier treffen sich unsere Kinder am Morgen und werden auch hier wieder abgeholt. Nach den aufregenden Waldwanderungen finden sie hier viel Geborgenheit. Wie kamen wir zu dieser Wiese? Im Januar fiel uns ein, dass der Vater unseres Vereinsmitglieds Silvia Gebhart, der Michi Gebhart, Wiesen in der Nähe des Waldes hat. Da gingen wir hin und fragten ihn, ob er sich vorstellen könne ein Stück Wiese an einen Waldkindergarten zu verpachten. Spontan hat er zugesagt, mit der Bemerkung „des werd a suppa Sach“ und unterstützt uns seither tatkräftig mit seinem Knowhow, seinem Werkzeug, seinen Fahrzeugen und mit seiner ganzen Unkompliziertheit und Tatkraft. Vielen, vielen Dank an Michi Gebhart, der heute ein Ehrenamt für Kolping ausübt und deshalb nicht hier sein kann.

Das war nun der Stand im Februar: Die Eltern und die Kinder waren da, ein Platz für den Waldwagen direkt vor dem Wald war da, das pädagogische Team war bereit und die pädagogische Richtung war klar!

Total begeistert und – völlig naiv – verkündeten wir über eine Zeitung vollmundig: Zum Start des Waldkindergartens fehle nur noch ein „Stück Papier“: nämlich die behördliche Genehmigung.

Unsere damalige Begeisterung hätte sicherlich einen Dämpfer bekommen, hätten wir geahnt, wieviel Unwägbarkeiten und Arbeit vor Erreichung dieses Stücks Papier noch vor uns lagen.

Sehr viele Anträge, Begehungen von Waldstücken und Verhandlungen standen uns bevor. Besonders eng arbeiteten wir dabei mit Herrn Melf von der Stadt Wolfratshausen, Frau Deger und Frau Pain vom Landkreis Bad Tölz zusammen. Auch ihnen gilt an dieser Stelle unser Dank für die vertrauensvolle und – trotz aller Arbeit – immer angenehme Zusammenarbeit.

Zu der behördlichen Genehmigung gehörten unter anderem:

  • Ein umfangreicher Bauantrag für den Waldwagen, den uns freundlicherweise das Architekturbüro Adldinger aus Wolfratshausen gesponsert hat. Vielen Dank an Ulrike und Wolfgang Adldinger mit ihrem Team!
  • Verschiedene Anträge für Kostenzuschüsse: hier gilt unserer besonderer Dank dem Wolfratshauser Bürgermeister Klaus Heilinglechner und den Stadträten der Stadt Wolfratshausen, die uns mit einem einmaligen Kostenzuschuss die Finanzierung des herrlichen Waldwagens ermöglichten. Ausgestattet mit einer sehr potenten Gasheizung und einer Solaranlage zur Stromgewinnung bietet er unseren Kindern bei schlechtem Wetter Schutz, Licht und Wärme. Wir sind sehr glücklich über den Wagen. Also: Vielen Dank nochmals an unseren Bürgermeister und an die Stadträte!
  • Und schließlich die größte Hürde während des Genehmigungsverfahrens: Es musste in der Nähe unseres Waldwagen ein Waldstück gefunden werden, wo es aus Naturschutzsicht keine Bedenken gab. Angesichts der Auflagen im Naturschutzgebiet keine kleine Sache. Das Projekt hing damals wirklich an einem seidenen Faden. Kein Waldstück, kein Waldkindergarten. Bei der Suche nach einem solchen Waldstück hat uns dann der Förster Robert Nörr unter die Arme gegriffen und auch der Isarranger Andreas Huber – ein leidenschaftlicher Naturschützer – ist mit uns mehrmals durch den Wald gegangen. Vielen, vielen Dank an Sie beide und auf eine zukünftige gute Zusammenarbeit im Wald!

Nachdem dann alle Anträge abgesegnet waren, war es im Mai soweit: wir hatten die Betriebserlaubnis sicher! Flugs schickten wir die Betreuungsverträge an die Eltern und im Nu waren alle Plätze vergeben. Unsere Erleichterung war groß – etwas später und so manche Eltern hätten sich notgedrungen bei einem anderen Kindergarten eingeschrieben – aus Furcht ansonsten ganz ohne Platz dazustehen.

Bei aller Mühsal und einigen nervenaufreibenden Zitterpartien ist die Gründung des Mamma Lupa Waldkindergartens aus der Vogelperspektive betrachtet in einem geradezu atemberaubenden Tempo verlaufen – von der Idee im November bis zur Betriebserlaubnis im Mai. Sie stand auch immer unter einem sehr guten Stern. Immer wenn es irgendwo hakte, kam jemand und hatte die Lösung für unser Problem.

Wer aber von uns im Mai an eine längere Verschnaufpause dachte, täuschte sich gewaltig. Es folgte der erste Elternabend, die verschiedensten Dinge musste im Hintergrund organisiert werden und seit August wird von der Elternschaft an Samstagen – meist mit Unterstützung von Michi Gebhart – hier tüchtig gearbeitet. Wir haben z. B. den Zaun mit unseren eigenen Händen ohne Motorsägen gebaut. Wir gestalten die Fläche selbst. Wir statten den Waldwagen langsam selber aus. Wir werden aber auch von Freunden und Familie sehr unterstützt: So hat ein Urgroßvater zweier Kinder, der Herr Weinhart, uns den schönen Schaukasten gebaut und das zukünftige Tor zur Wacholderstraße von Hand gefertigt. Vielen Dank auch an Sie, Herr Weinhart.

Ja, jetzt ist der Waldkindergarten da und wir freuen uns einfach. Seit rund vier Wochen wandern unsere Kinder singend durch den Wald und an die Isar. Sie gehen über den Zwergenweg, machen Halt am Fuchsbau und bestaunen den grimmigen Baum. Sie klettern über Stock und Stein und springen in Pfützen. Sie kommen jeden Tag müde und dreckig, aber glücklich und zufrieden nach Hause. Das Ziel der Eingewöhnungsphase, nämlich dass die Kinder sich auf dem Gelände und mit dem Waldteam wohlfühlen, ist erreicht. Wir sind natürlich ein Waldkindergarten im Aufbau, wir stecken in den Kinderschuhen. Vieles muss noch erprobt, geändert und wieder neu geschaffen werden. Unsere Orientierung dabei ist die Naturpädagogik. Wir sind der Überzeugung, dass die unmittelbare Begegnung mit der Natur die Entwicklung von Kindern auf einzigartige Weise fördert. Ehrfurcht vor dem Leben, eine lebendige Beziehung zu Tieren und Pflanzen und der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur und ihren Mitmenschen werden zu ihrem selbstverständlichen emotionalen Besitz.

Wir haben uns ein Leitmotiv gegeben das diese Kernidee ausdrücken soll: In Verbundenheit wachsen! Die Kinder im Mamma Lupa Waldkindergarten sollen in Verbundenheit zu der Pflanzen- und Tierwelt sein dürfen, sich verbunden zu den anderen Kindern fühlen können, und – was uns sehr wichtig ist – in Verbundenheit zu sich selbst wachsen dürfen. Das ist unser Herzenswunsch!

Lassen Sie uns heute, diesem Motto treu, miteinander feiern, reden, essen, trinken und spielen. Besichtigen Sie unseren Waldwagen und schauen Sie sich unsere Fotos an. Unser besonderer Dank geht an die beiden Organisatorinnen des Festes Natascha und Anette und die gesamte Elternschaft, die sie tatkräftig unterstützt hat.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche eine schöne Zeit bei uns!